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reaction.link — die Lösung für digitale Veranstaltungen

Bei digitalen Events mit seinem Publikum interagieren - genau dort setzt die Web-App an.
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11.4.2022
reaction.link — die Lösung für digitale Veranstaltungen

Das Berliner Start-up reaction.link wäre ohne Covid-19 wahrscheinlich nie entstanden: Wegen der Pandemie fanden Events plötzlich digital statt, wodurch es deutlich schwieriger wurde, mit seinen Zuschauenden zu interagieren. Genau dort setzt die Web-App an und möchte Veranstaltungen interaktiver machen. Wer verbirgt sich hinter reaction.link und was wollen die Gründer mit ihrer Idee erreichen? Ein Blick hinter die Kulissen.

Die drei Gründer — Maurice Arikoglu (CTO), Dominik Scherm (CEO) und Wolf Bosse (CPO)

Von einem virtuellen Raum in den nächsten: Online-Seminare stehen seit Corona für viele auf der Tagesordnung. Anstatt wie gewohnt miteinander zu diskutieren, verstecken sich die Teilnehmer*innen hinter ihren Bildschirmen. Zwei Drittel haben die Kamera ausgeschaltet, nur die wenigsten melden sich zu Wort. Der Dozent blickt in ein Meer schwarzer Kacheln. „Einseitig, linear, ohne Reaktionen. Das können wir doch besser“, dachte sich Wolf Bosse, der an der Filmuniversität Babelsberg das Thema Postproduktion lehrt. Eine Lösung musste her.

Feedback in Echtzeit

Aus dieser persönlichen Not heraus ist reaction.link entstanden. Die Mission der drei Co-Founder Wolf Bosse, Dominik Scherm und Maurice Arikoglu ist es, Veranstaltungen lebendiger zu machen. Mithilfe eines QR-Codes oder teilbaren Links bildet das Tool eine digitale Brücke zwischen Veranstalter*in und Publikum. Vielseitige Funktionen wie Umfragen, Applaus oder Q&A’s übermitteln das Feedback der Zuschauenden in Echtzeit.

Die Berliner haben sich 2018 bei einem gemeinsamen Projekt, der Cycling-App ridee, kennengelernt und sind seither nicht nur Gründertrio, sondern auch gute Freunde. Dass sie sich extrem gut ergänzen, ist eine klare Stärke der drei: „Dominik und Maurice stehen für Coding und Tech, ich kümmere mich um Konzeption und Strategie. Da passt auch der Altersunterschied gut. Wir trennen die Bereiche klar und respektieren die Entscheidungen der anderen“, sagt Wolf.

„Handy raus und los!“

Die drei Gründer lieben unkomplizierte und gleichzeitig nachhaltige Lösungen. Das spiegelt sich auch unmittelbar in reaction.link wider: Die Web-App ist sofort startklar, funktioniert intuitiv und ohne Anmeldung. „Wir haben ein sehr flexibles Tool geschaffen, das für die verschiedensten Arten von Veranstaltungen funktioniert. Egal, ob es sich um ein Webinar, eine hybride Abstimmung oder ein Theaterstück handelt“, erklärt Dominik. Mit reaction.link wollten die drei Gründer also nicht nur eine App mit simpler Benutzeroberfläche und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten schaffen, sondern ein Tool, das die Nutzer*innen nach eigenen Wünschen anpassen und gestalten können.

Umsetzung in zehn Wochen

Von der ersten Idee bis hin zum Livegang von reaction.link lagen nur knapp drei Monate. Dominik, Maurice und Wolf arbeiteten jede freie Minute daran, eine intuitive Web-App mit echtem Mehrwert zu entwickeln. Dabei bekamen sie unter anderem Unterstützung von der Berliner Strategieagentur Elephantlogic, die das Tool vom ersten Tag an nutzte und begleitete. Spätestens als Elephantlogic als strategischer Partner und Investor einstieg, stand der Gründung nichts mehr im Weg. Eine Win-win-Situation, denn so konnte das Tool direkt getestet und bei realen Großveranstaltungen eingesetzt werden. „Ich kann allen Gründer*innen ans Herz legen, einen starken Sparringspartner mit ins Boot zu holen, mit dem man erste Kund*innen akquirieren kann“, so Wolf.

Erster Einsatz vor großem Publikum

Besonders gern erinnern sich die drei Gründer an ihr erstes Live-Event zurück: Das war im Januar 2021, als eine der größten Gewerkschaften Deutschlands, die IGBCE, ihr Produkt in Hannover einsetzte. Wolf und Dominik saßen damals angespannt mit im Studio, von dem aus live gestreamt wurde, und hatten zuvor bis tief in die Nacht an einem letzten Update gesessen. Aus ihrer Vision, Events interaktiver zu machen, wurde plötzlich Realität: Rund 1000 Zuschauer*innen testeten die verschiedenen Funktionen auf ihren Smartphones, stellten Fragen und stimmten fleißig ab. Das Tool kam gut an und überzeugte den Kunden — der Stress hatte sich ausgezahlt. Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung wich die monatelange Anspannung einer erfüllenden Euphorie.

Seit der offiziellen Gründung im März 2021 ist einiges passiert: Wolf und Dominik haben sich ein festes Kernteam aufgebaut, das sie tatkräftig unterstützt. Maurice ist als dritter Mitgründer und technischer Leiter mit an Bord. Aktuell arbeiten sie gemeinsam an verbesserten Auswertungen, Kundenreaktionen und weiteren gamifizierten Features für das Publikum. reaction.link wurde inzwischen auf über 30 Veranstaltungen eingesetzt, unter anderem vom Thalia Theater und Crew United. Der größte Erfolg der drei ist es, dass sie sich in kurzer Zeit einen festen Kundenstamm aufbauen konnten.

In ihrem hellen Büro in der Charlottenburger Schlüterstraße, umgeben von hohen Decken und exotischen Zimmerpflanzen, gibt es immer viel zu tun. Mit Blick auf die letzten Monate können die drei manchmal selbst nicht fassen, was alles passiert ist. „Es ist verrückt, was sich aus einer einfachen Idee entwickelt hat“, sagt Dominik. Eins steht fest: Es bleibt spannend.